Neuheit: Steuer-/Halbgepäckwagen BD4yge(f) von Wunder

von Friedhelm Weidelich

Umbau aus Elektrotriebwagen-Steuerwagen

Anfang der 1950er Jahre wurden aus drei ES 85 (den Steuerwagen des ET 85) für den Münchner Vorortverkehr nach Dachau spezielle Steuerwagen bei der WMD in Donauwörth umgebaut und als ESG 01-03 in den Wagenpark eingereiht. Dabei wurde das Gepäckabteil wesentlich vergrößert und die Seitenwände erhielten zwei zusätzliche Schiebetüren. Gekuppelt wurden die ESG-Steuerwagen anfangs mit dreiachsigen preußischen Abteilwagen, wenig später auch mit dreiachsigen Umbauwagen.

Als Lokomotiven kamen E 44 zum Einsatz. Ersatzweise wurden auch andere Lokomotiven, dann allerdings ohne Steuerfunktion, eingesetzt. Als ab 1957 genügend Mitteleinstieg-Steuerwagen für die Strecke nach Dachau zur Verfügung standen, wurden die drei Waggons zur Strecke Traunstein - Ruhpolding umgesetzt. Dort wurden sie gemeinsam mit 3yg-Umbauwagen im Nahverkehr eingesetzt. Nach 1967 kamen die Wagen nach Südbaden zur BD Karlsruhe und fuhren unter anderem auf der Strecke Basel – Lörrach – Zell (Wiesental). Nach diesen Einsätzen als regulärer Halbgepäckwagen wurden die Wagen zu Bauzugwagen umgebaut. Sie wurden bis Mitte der 1980er Jahre verwendet.

Die Messingmodelle des Steuer-/Halbgepäckwagens der Deutschen Bundesbahn werden in zwei Ausführungen für die Epoche IIIb angeboten:

  • BD4ygef 2. Klasse und Gepäckabteil, graualuminium/flaschengrün, BD München
  • BD4yge 2. Klasse und Gepäckabteil, umbragrau/chromoxidgrün, BD Karlsruhe

Die Wagen haben eine Kurzkupplungskinematik, Türen zum Öffnen und eine schaltbare Innenbeleuchtung. Die 635 mm langen Modelle benötigen einen Mindestradius von 1.394 mm. Preis: jeweils 1.950 € mit NEM-Radsätzen. Andere Radsätze kosten 100 € mehr.

Wunder

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