Über uns

Die Spur 1 findet immer mehr Freunde, denn hier bewegen sich schwere Metallmodelle mit feinster Mechanik geräuschvoll und manchmal heftig dampfend über realitätsnahe Gleise. Das ist nicht einfach eine „Modelleisenbahn“, das sind 32 Mal verkleinerte Miniatur-Eisenbahnmodelle, die dem Original so nahe wie möglich kommen. Für ältere Augen und wahre Technik-Faszination ist die Spur 1 wie geschaffen.

Deshalb habe ich mich vor Jahren für die Spur 1 entschieden, trotz der Einschränkungen, die man schon aus Platzgründen akzeptieren muss. Sie fordern einen Modellbauer heraus, clevere Lösungen und Motive zu finden. Von den finanziellen Herausforderungen einmal abgesehen.

Hinter mir liegt die wohl typische Karriere eines Eisenbahnfreunds mit einer Schwäche für die Modellbahn: 1960 die erste Märklin-Bahn mit V 200, 89 und V 100. Etwa ab 1969 Umstieg auf die detaillierteren H0-Gleichstrommodelle von Fleischmann, Roco, Röwa, Brawa und Ade.

In den 1980er Jahren baute ich vorbildnah und teilweise nach Originalplänen das Öchsle in H0e, das in deutschen und englischen Zeitschriften Beachtung fand. Parallel entstand die erste „LGB“ als Spielbahn im Garten, bevor mich der frühere Importeur mit den amerikanischen 1:29-Modellen von REA, später Aristo-Craft, vertraut machte. Die FA/FB und einige Wagen auf 45-mm-Spur stellte ich damals im eisenbahn magazin vor.

Ich baute aus amerikanischen Bausätzen filigrane H0n3-Modelle der Denver & Rio Grande Western für eine Anlage auf 10,5 mm Spurweite, die nie begonnen wurde, sammelte ein paar H0m-Modelle der Bernina-Bahn sowie amerikanische N-Modelle und baute dann eine Gartenbahn, auf der abwechselnd Regelspurzüge in 1:29 und Schmalspurzüge in 1:20,3 verkehrten – ein gutes Testfeld bei meiner Arbeit seit 2003 für den Gartenbahn profi, den ich mitentwickelt und vier Jahre geleitet habe.

Ich bin nicht nur Eisenbahnfreak, sondern auch Fotograf und Autor. 1969 – ich war erst 16 Jahre alt – erschien mein erster Artikel über die Trossinger Eisenbahn im Fleischmann-Kurier, dann schrieb ich viele Beiträge für das Lok Magazin, das eisenbahn magazin, die Zeunert-Blätter und den Continental Modeler.

Meine verwaltungswissenschaftliche Diplomarbeit an der Universität Konstanz beschäftigte sich mit Streckenstilllegungen bei der Deutschen Bundesbahn. Damals wurde das „betriebswirtschaftlich optimale Netz“ diskutiert; eines der vielen unsinnigen Konzepte der deutschen Verkehrspolitik.

1977 schrieb ich die erste im deutschsprachigen Raum erschienene Geschichte der irischen Eisenbahnen für das Lok Magazin. 1985 gestaltete und verlegte ich den Bildband „Waggons im Werk“ über das Bundesbahn-Ausbesserungswerk Paderborn, der inzwischen als Klassiker gilt. 1992 erschien „Modellbahn-Gebäude und Straßen“, auch auf Spanisch und Französisch. Mitarbeit beim eisenbahn magazin und dem ZUG-Magazin der Deutschen Bundesbahn, Beiträge zu internationalen Eisenbahnen und Modellen im Continental Modeller, Bahn und Modell, Fleischmann-Kurier, Roco Report und Eisenbahn-Kurier.

2015 erschien mein Buch „111 Gründe, die Eisenbahn zu lieben“ mit dem ironischen Untertitel „Ein Handbuch für Ferro-Equinologen, Pufferküsser und alle anderen Liebhaber des Rad-Schiene-Systems.“ Was Ferro-Equinolgen sind? Liebhaber der stählernen Rösser, vulgo Dampflokomotiven.

Mein Eisenbahn-Fotoarchiv mit Fotos deutscher und ausländischer Eisenbahnen, baden-württembergischen Bahnhöfen, Straßenbahnen und Industriebahnen entstand seit 1966 und umfasst weit über 100.000 Fotos.

Im Hauptberuf war ich Redakteur und freier Mitarbeiter mit Schwerpunkt Technik beim Wirtschaftsmagazin DM, bei Handelsblatt, Wirtschaftswoche, VDI-Nachrichten, FAZ, Süddeutscher Zeitung, Focus, Tomorrow und MDR Hörfunk und Fernsehen – um die wichtigsten zu nennen.

Noch heute bin ich Fachautor für Unternehmen der Bahnindustrie und kenne die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen der Mobilität, von neuen Fahrzeugen über Zugsicherungssysteme bis zu digitalen Lösungen für den vernetzten Personen- und Güterverkehr auf Schiene und Straße.

Spur1info ging im April 2012 online und wird von Lesern aus vielen Ländern als aktuelles, ehrliches, unabhängiges Online-Magazin geschätzt. Es ist weltweit das einzige Spur-1-Magazin im Internet. Seit Ende 2014 sind aufwändige Beiträge nur noch im Abonnement zugänglich. Jedes Jahr veröffentliche ich 250 bis 280 Artikel auf Deutsch und Englisch sowie 2500 bis 3000 einzigartigen Fotos. Auch internationale Gastautoren bereichern spur1info.

Friedhelm Weidelich
Herausgeber und Chefredakteur